Recherche

HC Ajoie will unter Ville Peltonen ein neues Kapitel aufschlagen


14/05/2026

Die vom Club bereitgestellten Details:

"Fünfmal Letzter in fünf Saisons. Wir werden uns nichts vormachen, weder uns selbst, noch unserem Publikum, noch unserer Region. Die Bilanz ist klar, und genau weil sie klar ist, haben wir beschlossen, zu handeln. Auf allen Ebenen.

Was wir heute ankündigen, ist keine kosmetische Korrektur. Es ist eine neue Ära, die beginnt. Vom Trainerstab bis zum Vorstand, von der physischen Vorbereitung bis zum Kader auf dem Eis – der HC Ajoie wird von Grund auf neu aufgebaut. Mit Klarheit, mit Mut und mit dem unbändigen Wunsch, eine andere Geschichte zu schreiben.
Ville Peltonen übernimmt das Kommando

Sein Name spricht alle Eishockey-Liebhaber an. Weltmeister mit Finnland 1995, Autor eines Hattricks im Finale gegen Schweden, der seither zur Legende gehört. Viermal Olympionike, dreizehnmal WM-Teilnehmer, 2016 in die IIHF Hall of Fame aufgenommen. Schweizer Meister mit Lugano, zum besten Spieler einer finnischen Liiga-Saison gewählt.

Was uns jedoch ebenso sehr interessiert wie seine Erfolgsbilanz, ist, was er kürzlich in der Schweiz geleistet hat. Mit dem Lausanne HC führte er die Waadtländer zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Playoff-Halbfinale. Bei Genf-Servette, das er während der Saison übernahm, führte er die "Adler" auf den 3. Platz in der regulären Saison und ebenfalls ins Halbfinale. Hinzu kommt sein regelmässiges Engagement im Betreuerstab der finnischen Nationalmannschaft, zu der er übrigens am 15. Mai für die in Zürich und Freiburg stattfindende Weltmeisterschaft zurückkehren wird.

Kurz gesagt, Ville Peltonen weiss, wie man Teams transformiert. Genau das haben wir gesucht. Er verpflichtet sich für zwei Saisons bei uns, mit einer klaren Mission: dem HC Ajoie eine Spielidentität, Stolz auf dem Eis und eine Aufwärtsentwicklung in der Tabelle zurückzugeben.

Ein verstärkter Trainerstab

Ein Trainer dieser Dimension kommt nicht allein, und das ist auch gut so. Samuel Tilkanen stösst als Assistenztrainer zu Porrentruy. Der 36-jährige Finne war zweimal Schweizer Meister mit Bern (2017 und 2019) an der Seite von Jalonen, traf Peltonen später in Helsinki wieder, bevor er ihm diese Saison nach Genf folgte. Er ist ebenfalls Teil des Betreuerstabs der finnischen Nationalmannschaft und wird auch in Zürich und Freiburg bei der Weltmeisterschaft dabei sein, die am 15. Mai beginnt. Taktische Meisterschaft, Strenge und eine bereits eingespielte Zusammenarbeit mit dem Coach – das Duo ist solide.

Um sie herum hat der Verein an zwei Schlüsselpositionen auf Kontinuität gesetzt. Petteri Nummelin bleibt in seiner Funktion als Assistenztrainer, und Vladimir Hiadlovsky setzt seine Aufgabe als Goalietrainer fort. Zwei wertvolle Kompetenzen, die Stabilität und eine genaue Kenntnis des Vereins mitbringen.

Sergio Gaggioni: Modernes Eishockey wird auch abseits des Eises gewonnen

Auch bei der physischen Vorbereitung wollten wir ein starkes Zeichen setzen. Sergio Gaggioni kommt direkt vom HC Davos zu uns, dem Finalisten der letzten Meisterschaft. Seine Ankunft stellt einen echten Qualitätssprung für den Verein dar, auf einer Position, die im heutigen Eishockey entscheidend geworden ist.

Ein grosses Dankeschön geht übrigens an Charline Staheli, die das Interim mit vorbildlicher Professionalität gemeistert hat. Ihr Engagement für den Club, von den Junioren bis zur ersten Mannschaft, ist wertvoll und wird anerkannt.

Ein neu aufgebautes Kader, bewusst getroffene Entscheidungen

Elf Verträge wurden nicht verlängert. Dies sind menschlich schwierige Entscheidungen, die nie leichtfertig getroffen werden. Wir danken diesen Spielern aufrichtig für ihren Einsatz im gelb-schwarzen Trikot und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.

Matteo Romanenghi und Marco Pedretti, die noch unter Vertrag stehen, wurden heute darüber informiert, dass sie nicht Teil des neuen sportlichen Projekts sein werden. Diese Entscheidung, wie auch alle anderen Entscheidungen bezüglich der Kaderzusammenstellung, wurde vom Verwaltungsrat im Rahmen der globalen Neuausrichtung des Clubs getroffen. Beide Parteien werden nun Gespräche aufnehmen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden, die für alle passt und es den Spielern ermöglicht, schnell und unter den besten Bedingungen wieder Fuss zu fassen. Vielen Dank an sie für ihren Einsatz im gelb-schwarzen Trikot.

Diese Entscheidungen zeigen das Ausmass des begonnenen Umbaus. Eine neue Spielphilosophie lässt sich nicht mit den Automatismen von gestern aufbauen.

Eine sich anpassende Führung

Der Wandel beschränkt sich nicht nur auf das Eis. Der technische Ausschuss wird mit der Ankunft von Jordane Hauert an der Seite von Julien Vauclair, Yannick Rebetez und Patrick Vernier verstärkt.

Der Vorstand verkleinert sich um Patrick Hauert, Claude Girardin, Pascal Meyer und Pascal Bourquard Jr., um an Agilität und Entscheidungsfreudigkeit zu gewinnen.

Der Verwaltungsrat, bestehend aus Patrick Hauert, Thomas Schaffter, Maxime Guenat, Claude Girardin, Patrick Vernier, Pascal Meyer und Pascal Bourquard Jr., übernimmt die notwendige strategische Führung, um die grossen Ausrichtungen des Clubs zu steuern.

Pascal Bourquard Jr. wird zum Vizepräsidenten ernannt. Eine generationenübergreifende und entschieden zukunftsorientierte Wahl, die den Wunsch unseres Präsidenten Patrick Hauert illustriert, die Führung zu öffnen und dem Club eine neue Dynamik zu verleihen.

Was den strategischen Ausschuss betrifft, so wird dieser vollständig erneuert, mit einem neuen Team von Unternehmern und Persönlichkeiten aus dem Jura. Seine Zusammensetzung und Mission werden demnächst bekannt gegeben.

Und jetzt?

Jetzt wird gearbeitet. Mit gesenktem Kopf, ohne unnötigen Lärm, mit totaler Demut angesichts dessen, was uns erwartet. Fünf letzte Plätze in Folge – das lässt sich nicht mit einer Pressemitteilung auslöschen. Das löscht sich durch Arbeit, Entscheidungen, Ausdauer und die wiedergefundene Verbindung zwischen einem Team und seiner Region aus."