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Zug entlässt seinen Sportchef


19/06/2026

Der EV Zug durchlebt eine interne Krise, nachdem der Verwaltungsrat die sofortige Trennung von seinem Sportchef Reto Kläy beschlossen hat. Diese Nachricht hat im National-League-Club eine Schockwelle ausgelöst.

Gemäss verschiedenen Medienberichten soll die Entscheidung direkt vom Verwaltungsrat des Clubs unter der Leitung von Hans-Peter Strebel getroffen worden sein, ohne die sonst übliche Bestätigung durch CEO Patrick Lengwiler, der normalerweise für die Sportstruktur verantwortlich ist. Kläy wurde demnach mitgeteilt, dass er in seiner Position nicht mehr erwünscht sei, und hat die Nachricht dem Team überbracht.

Sein Nachfolger steht bereits fest: Ted Suihkonen, derzeit Leiter des Nachwuchsbereichs, wird die sportliche Leitung übernehmen.

Diese Entscheidung überrascht umso mehr, als Kläy erst kürzlich den Auftrag erhalten hatte, an der Kaderplanung für die Zukunft und der sportlichen Neuausrichtung des Clubs zu arbeiten. Offiziell soll sein Abgang nicht mit sportlichen Ergebnissen zusammenhängen, sondern vielmehr mit tiefgreifenden strategischen Differenzen bezüglich der Zusammenarbeit zwischen dem Club und dem Leistungszentrum OYM.

Während seiner zwölf Saisons im Amt hatte Kläy massgeblich dazu beigetragen, Zug unter den besten Teams des Landes zu etablieren, einschliesslich zwei nationaler Meistertitel in den Jahren 2021 und 2022. Die letzten Jahre waren jedoch von wiederholten Playoff-Eliminationen und einem Rückgang der sportlichen Leistung geprägt.

Intern wird die Entscheidung als abrupt und unerwartet wahrgenommen und verdeutlicht eine wachsende Uneinigkeit zwischen den Führungsgremien des Clubs und der operativen Leitung. Kläys Abschied könnte somit nur die erste Etappe einer umfassenderen Umstrukturierung innerhalb der Organisation sein.