Wieder nichts für die Schweiz
31/05/2026
Schweiz – Finnland 0:1 n.V. (71' HELENIUS Konsta 0:1)
Titel: Bittere Enttäuschung für die Schweiz, Finnland krönt sich zum Weltmeister
Die Schweiz muss weiterhin auf ihren ersten Weltmeistertitel warten. Vor heimischem Publikum in Zürich unterlag die Auswahl von Jan Cadieux im WM-Finale Finnland mit 0:1 nach Verlängerung.
Das entscheidende Tor fiel in der 71. Spielminute. Helenius erzielte das Goldtor nach 10:42 Minuten der Verlängerung und bescherte Finnland den ersten Weltmeistertitel seit 2022 und den dritten Titel innerhalb von sieben Jahren.
Für die Schweiz ist die Enttäuschung riesig. Es ist die fünfte verlorene Finalpartie seit 2013 und die dritte in Folge nach den Misserfolgen von 2024 und 2025. Noch bemerkenswerter ist, dass die Schweizer in ihren letzten vier WM-Finals kein einziges Tor erzielt haben, eine Serie, die sich nun über fast 250 Minuten erstreckt.
Die Partie war jedoch äusserst ausgeglichen. Die Finnen dominierten den Start ins Spiel und glaubten sogar, im ersten Drittel in Führung zu gehen, doch eine Videoüberprüfung bestätigte, dass Lundells Ablenkung mit einem zu hohen Stock erfolgte.
Die Schweiz fand danach allmählich ihren Rhythmus. Die Mannschaft von Jan Cadieux profitierte zu Beginn des zweiten Drittels insbesondere von einem langen Fünf-gegen-Drei-Überzahlspiel, konnte dieses aber nicht nutzen. Eine verpasste Gelegenheit, die noch lange Anlass zu Bedauern geben könnte.
Im Verlauf des Spiels ergriffen die Schweizer mehr Initiative. Suter hatte insbesondere eine riesige Chance vor einem praktisch leeren Tor, doch sein Versuch verfehlte den Kasten.
In einem dritten Drittel, in dem beide Teams vor allem versuchten, den fatalen Fehler zu vermeiden, kamen die besten Schweizer Gelegenheiten erneut von Josi und Suter, doch Annunen erwies sich vor seinem Netz als unbezwingbar.
Letztendlich musste man die Verlängerung abwarten, um die Entscheidung zu sehen. Helenius fand die Lücke und brachte eine Swiss Life Arena zum Schweigen, die davon geträumt hatte, den ersten Weltmeistertitel in ihrer Geschichte zu erleben.
Trotz dieser riesigen Enttäuschung schliesst die Schweiz ein aussergewöhnliches Turnier ab. Als Finalist zum dritten Mal in Folge wird sie sich zudem als neue Nummer eins der IIHF-Weltrangliste etablieren. Ein schwacher Trost am Ende eines Abends, an dem nur Gold zählte.