Vinzenz Rohrers Wagnis: Ein Europa-Umweg für eine stärkere Rückkehr
10/05/2026
Gerade als Brendan Gallagher in Laval wieder auf sich aufmerksam macht, wird Vinzenz Rohrer seit mehreren Jahren ein schmeichelhafter Vergleich mit dem Stürmer der Canadiens nachgesagt. Eine Parallele, die er annimmt, sowohl wegen seines kämpferischen Stils als auch wegen seines untypischen Werdegangs.
2022 von den Montréal Canadiens gedraftet, traf der Österreicher kurz nach seiner Zeit in der OHL eine wichtige Entscheidung: nach Europa zurückzukehren, obwohl die Organisation ihn lieber in Nordamerika gesehen hätte. Eine lange gereifte Wahl, motiviert insbesondere durch den Wunsch, sich körperlich zu entwickeln und von einer anspruchsvollen Betreuung bei den ZSC Lions unter dem damaligen Trainer Marc Crawford zu profitieren.
In der Schweiz übernahm Rohrer schnell mehr Verantwortung, insbesondere in defensiven Situationen und in Schlüsselmomenten. Er trug zu den beiden Titeln bei, die Zürich in den Jahren 2024 und 2025 gewann, auch wenn seine letzte Saison offensiv etwas unauffälliger war, mit nur 12 Punkten in 41 Spielen. Einen Rückgang, den er relativiert, indem er seine defensive Entwicklung und seine konstante Rolle im Team hervorhebt.
Nun zurück in Nordamerika, entdeckt er ein direkteres und physischeres Eishockey, besonders in den Playoffs, ein Stil, der seinen Qualitäten zu entsprechen scheint. Die nächsten Monate, insbesondere in der American Hockey League (AHL), werden zeigen, ob dieser Umweg über Europa seine Entwicklung wirklich beschleunigt und seine Chancen auf einen Durchbruch bei Montréal verstärkt hat.