Thurgau will die Zukunft seiner Eishalle vorbereiten
04/09/2026
Nach mehreren Jahrzehnten im Herzen der Geschichte des HC Thurgau erreicht die Eishalle Güttingersreuti heute ihre Grenzen. Der Verein ist der Ansicht, dass die Infrastruktur den Anforderungen des modernen Profieishockeys nicht mehr genügt, und hat Gespräche mit der Stadt Weinfelden aufgenommen, um die Entwicklungsmöglichkeiten des Standorts zu evaluieren.
Der HC Thurgau zieht derzeit durchschnittlich über 1'800 Zuschauer an und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 4,8 Millionen Franken. Mit fast 300 Partnerunternehmen, hauptsächlich regionaler Herkunft, sowie einer Frauenabteilung und einer professionellen Juniorenstruktur nimmt der Verein auch einen wichtigen Platz im lokalen Leben ein.
Für den Verein haben sich die Bedürfnisse jedoch erheblich verändert. Zuschauerkomfort, Anzahl der Sitzplätze, VIP- und Hospitality-Bereiche, Gastronomie, Bereiche für Medien und Personal oder auch die Infrastruktur für Spieler und Staff: Die Anforderungen sind heute ganz andere als jene, welche die Eishalle Güttingersreuti erfüllt.
«Profieishockey in seiner aktuellen Form ist in der Güttingersreuti langfristig nicht mehr zeitgemäss. Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir über ihre Zukunft sprechen müssen, und das ist jetzt», so Präsident Thomas Müller.
Der HC Thurgau hat daher die Stadt Weinfelden kontaktiert. Der Gemeinderat zeigt sich bereit, offen über die langfristigen Bedürfnisse des Vereins und die Entwicklungsmöglichkeiten des Standorts zu diskutieren. Er weist jedoch darauf hin, dass allfällige Investitionen grösstenteils von privaten Akteuren getragen werden sollten.
Derzeit gibt es noch kein konkretes Projekt für eine neue Eishalle oder einen Umbau. Der HC Thurgau möchte zunächst klären, was am Standort realisierbar wäre, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten und wie eine für das Profieishockey geeignete Infrastruktur aussehen könnte.
Der Verein beabsichtigt nun, die Diskussionen auf weitere Akteure auszuweiten, darunter die Bürgergemeinde Weinfelden, die Nachbargemeinden sowie potenzielle Investoren und Geldgeber.
Für den HC Thurgau ist das Ziel klar: Die Güttingersreuti soll seine Heimat bleiben, aber auch eine Perspektive bieten, die es dem Verein ermöglicht, seine Entwicklung fortzusetzen.