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SC Bern: Auf Christof von Burg setzen statt auf einen der Lausanner Torhüter


12/03/2026

Der SC Bern sucht aktiv nach einem Schweizer Torhüter für die nächste Saison. Verhandlungen mit dem Lausanne HC bezüglich Connor Hughes oder Kevin Pasche sind zwar angedacht, erweisen sich aber als kompliziert und der geforderte Preis ist hoch.

Angesichts dieser Suche schlägt die heutige NZZ eine offensichtliche Lösung vor: endlich auf Christoph von Burg zu setzen. Der 25-jährige Torhüter, der nach seiner Glanzzeit beim EHC Winterthur bis 2027 unter Vertrag steht, hat seit seiner Vertragsunterzeichnung im Dezember 2024 jedoch noch keine einzige offizielle Minute für Bern bestritten.

Bereits im Sommer hatte der Club überrascht, indem er den erfahrenen Sandro Zurkirchen als Backup für den Schweden Adam Reideborn verpflichtete, obwohl zwei junge Torhüter, darunter Andri Henauer (an den EHC Basel ausgeliehen), bereits unter Vertrag standen. Von Burg, der an den HC Thurgau ausgeliehen war, brillierte dort mit 17 Einsätzen und einer beeindruckenden Fangquote von 95,3 %. Trotz dieser Leistungen wurde er Anfang Februar, kurz vor den Play-offs der Swiss League, nach Bern zurückberufen.

Seit dieser Rückberufung hat er keine einzige Sekunde gespielt, nicht einmal in den letzten beiden Spielen ohne wirkliche Bedeutung. Bern setzt weiterhin auf Reideborn, dessen Vertrag ausläuft, und auf Zurkirchen, der keine Zukunft im Club hat, wodurch von Burg die Gelegenheit verwehrt bleibt, sich in den Play-offs mit Thurgau zu beweisen.

Sportchef Martin Plüss begründet diese Entscheidung mit der Notwendigkeit, möglichen Verletzungen vorzubeugen, und der Priorität der Play-in-Vorbereitung. Er versichert jedoch, dass der Club mittelfristig auf von Burg zählt und mit dessen Entwicklung zufrieden ist.

Beim HC Thurgau äusserte Trainer Anders Olsson seine Verblüffung über die Rückberufung und ist der Meinung, dass die fehlende Spielzeit der Entwicklung des Torhüters schadet. Der schwedische Coach lobt jedoch das Potenzial von von Burg und beschreibt ihn als mental starken Goalie, der unabhängig vom Kontext Leistung erbringen kann.