NL: Einige Neuerungen bei den Schiedsrichterregeln
12/09/2026
Anlässlich des Saisonstarts in den Schweizer Eishallen hat Swiss Ice Hockey die wichtigsten Neuerungen, Ergänzungen und Klarstellungen im Regelbuch vorgestellt. Im Bereich des Kapitänamts (Regel 6) ist es den Teams neu erlaubt, entweder einen Kapitän und zwei Assistenten oder keinen Kapitän und drei Assistenten aufzustellen. Bezüglich Strafen für hohen Stock (Regel 60) ist die Übertretung neu als Kontakt mit einem Gegenspieler oberhalb der Schultern definiert, sobald dessen Schultern sich auf Hüfthöhe oder höher befinden.
Anpassungen betreffen auch die Bullys (Faceoffs) und das Spiel mit dem Puck. Gemäss Regel 76 wird bei einem Bullyfehler einer Mannschaft der Center sofort ersetzt, mit Ausnahme einer Situation nach einem unerlaubten Weitschuss (Icing), wo die Verwarnung gültig bleibt und dem Center die Teilnahme am zweiten Versuch erlaubt. Ein zweiter Fehler im selben Verfahren zieht eine kleine Bankstrafe nach sich. Beim Handpass (Regel 79) wird kein Vergehen geahndet, wenn der Puck – nach Einschätzung der Schiedsrichter auf dem Eis – von der Hand eines Spielers abgelenkt wurde, ohne seiner Mannschaft einen Vorteil zu verschaffen.
Schliesslich besagt die Abseitsregel (Regel 83), dass ein Spieler nicht im Abseits steht, wenn einer seiner Schlittschuhe die blaue Linie berührt oder auf seiner eigenen Seite bleibt, in dem Moment, in dem der Puck die vordere Kante der Linie vollständig überquert, oder wenn er den Puck mit seinem Stock kontrolliert, bevor beide seiner Schlittschuhe diese Markierung vollständig überqueren; dabei wird nur die Klinge des Schlittschuhs zur Beurteilung seiner Position berücksichtigt. Des Weiteren sind in der SWHL-B Bodychecks neu grundsätzlich erlaubt, wie im Männer-Eishockey, mit Ausnahme von Checks im freien Eis, wo sich zwei Spielerinnen in entgegengesetzter Richtung aufeinanderzubewegen; diese bleiben weiterhin sanktioniert.