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Eishockey-WM 2026 in Fribourg: Eine insgesamt positive Bilanz, geprägt von Herausforderungen bei Kosten und Klima


26/10/2026

Fünf Monate nach der Austragung der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 haben die Association Fribourg 2026 und ihre Partner Bilanz über den Grossanlass gezogen, der vom 15. bis 31. Mai stattfand. Mit 30 in der BCF Arena ausgetragenen Begegnungen — darunter zwei Viertelfinals — und 167 000 verzeichneten Zuschauern etablierte sich das Turnier als bedeutendes Volksereignis, das die öffentliche Hand, Wirtschaftspartner und Tourismusakteure vereinte.

Auf finanzieller Ebene ermöglichte die Budgetdisziplin eine Senkung der Ausgaben gegenüber den Einnahmen von 7,7 Millionen Franken (der ursprünglich 2023 dem Grossen Rat vorgelegte Betrag) auf 5,7 Millionen. Die Organisatoren rechnen daher mit einem leichten Gewinn beim endgültigen Rechnungsabschluss Ende 2026, auch wenn einige Finanzposten, insbesondere im Zusammenhang mit den Infrastrukturen, noch vollständig finalisiert werden müssen.

In puncto Zugänglichkeit und Vermächtnis ermöglichte das kantonale Projekt 10 000 Schulkindern den Besuch von Spielen für sechs Franken inklusive Transport, während der *Fribourg Welcome Spot* 10 000 Interessierte im Stadtzentrum und die *Mini BCF Arena* mehr als 25 000 Personen in zwei Jahren anzog. Zu den nachhaltigen Auswirkungen gehören insbesondere die Realisierung einer Garderobe für den Frauensport sowie mehrere Bildungs- und Kulturinitiativen.

Die touristische Bilanz zeigt einen Anstieg der Besucherzahlen im Mai 2026, gekennzeichnet durch 55 444 Hotelübernachtungen im Kanton (+13,4 % im Vergleich zu 2025), davon 21 458 im Saanebezirk (+33,8 %), eine starke Präsenz tschechischer, slowakischer und slowenischer Besucher, ein Plus von 28,5 % bei Airbnb sowie 5 900 servierte Gerichte im HotSpot.

Dennoch weisen die Erfahrungsberichte und unabhängigen Analysen auf durchwachsenere Punkte und deutliche Verbesserungspotenziale hin:

Als hoch empfundene Aufenthaltskosten: Die qualitative Studie des Lehrstuhls für Marketing der Universität Freiburg bei 335 auswärtigen Besuchern — die zwar die Qualität des Empfangs, die Atmosphäre und die Sicherheit lobt — verweist ausdrücklich auf die Aufenthaltskosten, insbesondere die Preise für Unterkunft und Gastronomie, als Handlungsfeld für Verbesserungen.


Klimaauswirkungen im Fokus: Eine Bewertung durch den Bereich Stadtmarketing und Nachhaltigkeit der Stadt Freiburg identifiziert erhebliche Herausforderungen hinsichtlich der Klimaauswirkungen der Veranstaltung.


Langfristige Wertschöpfung: Dieselbe städtische Analyse unterstreicht die Fragen und Herausforderungen rund um die tatsächliche Fähigkeit des Events, langfristig Wertschöpfung für die Region zu generieren.