Der EHC Visp baut vor dem Spitzenkampf gegen den torgefährlichen HC Sierre auf eine eiserne Defensive
24/10/2026
Mit lediglich 14 Gegentreffern in neun Partien, was einem beeindruckenden Durchschnitt von 1,56 Toren pro Spiel entspricht, verfügt der EHC Visp über die mit Abstand stabilste Defensive der Swiss League. Diese Solidität beruht auf den Automatismen, die in der zweiten Saison unter Trainer Luca Gianinazzi greifen, dessen System sich paradoxerweise als noch effizienter und dynamischer erweist als jenes seines renommierten Vorgängers Heinz Ehlers. Sportchef Daniele Marghitola betont den bedingungslosen Einsatz des gesamten Teams inklusive der Stürmer beim Forechecking, was dazu führt, dass man mit durchschnittlich 26,1 gegnerischen Torschüssen pro Spiel ligaweit die wenigsten Versuche auf das eigene Gehäuse zulässt.
Diese Kollektivleistung wiegt umso schwerer, da die Oberwalliser im Sommer keine Defensivverstärkungen unter Vertrag genommen haben und trotz einiger Abgänge sowie der Verletzung von Oliver Heinen auf personelle Kontinuität setzten. Der Hauptverantwortliche für dieses Abwehrbollwerk bleibt jedoch der finnisch-schweizerische Schlussmann Juho Markkanen. Der 24-Jährige, der einst von den Los Angeles Kings gedraftet wurde, weist mit einer Fangquote von 95,58 % und bereits vier Shutouts bei sieben Startelfeinsätzen herausragende Werte auf. Diese kompromisslose defensive Konsequenz wird im kommenden, heiss ersehnten Derby gegen den HC Sierre ein entscheidender Faktor sein; die Nachbarn reisen mit der gefährlichsten Offensive der Liga an, was auf dem Eis für einen radikalen Kontrast der Spielstile sorgen dürfte.