Die Eishockey-WM 2026 füllt die Kassen des Schweizer Eishockeys
15/05/2026
Das Thema wurde bereits angesprochen: Die Verschiebung der Eishockey-Weltmeisterschaft von 2020 auf 2026 aufgrund der Pandemie hat dem Schweizer Eishockeyverband einen aussergewöhnlichen finanziellen Segen beschert.
Dies ruft Klaus Zaugg heute in einem Artikel für das Bieler Tagblatt in Erinnerung: Swiss Ice Hockey und sein Marketingpartner Infront gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen, das für die Organisation des Turniers zuständig ist. Mit einer anfänglichen Investition von lediglich 350’000 Franken könnte der Verband dank der abgesagten WM 2020 und der bevorstehenden WM letztendlich kumulierte Gewinne von fast 13,4 Millionen Franken verbuchen.
Die Absage des Turniers im Jahr 2020 ermöglichte es dem Verband insbesondere, eine hohe Versicherungsentschädigung zu erhalten und einen Gewinn von 13,40 Millionen Franken zu erzielen – viermal mehr, als wenn das Turnier stattgefunden hätte. Die Organisatoren hatten eine umfassende Versicherung abgeschlossen, die alle potenziellen Einnahmeverluste, einschliesslich der theoretischen Einnahmen eines ausverkauften Wettbewerbs, kompensierte.
Die WM 2026 selbst hat ein Budget von 45 Millionen Franken, und es wird ein Gewinn von rund 10 Millionen erwartet, wovon 5 Millionen auf unseren Verband entfallen, so der Journalist. Heute belaufen sich die finanziellen Reserven von Swiss Ice Hockey auf rund 15 Millionen Franken, während die internen Richtlinien ursprünglich eine Obergrenze von 2,5 Millionen vorsahen.
Und da eine kleine kontroverse Note nicht fehlen darf, hinterfragt Zaugg die Verwendung dieses Geldes und weist darauf hin, dass parallel zu diesem Einnahmenanstieg die Verbandsstruktur stark gewachsen ist. Seit 2021 ist die Anzahl der Vollzeitstellen von 46 auf über 70 gestiegen, während die Lohnsumme von 12,5 auf 18 Millionen Franken zugenommen hat. Auch die Gehälter der Geschäftsleitung sind gestiegen, mit einer durchschnittlichen Vergütung von fast 200’000 Franken pro Führungsmitglied.