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Daniel Winnik nimmt kein Blatt vor den Mund bezüglich Mike Babcock und hinterfragt die Trainerwahl von Jim Hiller in Toronto


18/06/2026

Der ehemalige Genfer und Toronto Maple Leafs Stürmer Daniel Winnik hat kein Blatt vor den Mund genommen, als er die Ernennung von Jim Hiller zum Cheftrainer kommentierte. Doch über seine Bedenken bezüglich des neuen starken Mannes auf der Torontoer Bank hinaus war es vor allem sein sehr strenges Urteil über Mike Babcock, das die Aufmerksamkeit auf sich zog.

Als Gast bei TSN 1050 erklärte Winnik, er sei von der Wahl der Maple Leafs-Führung überrascht gewesen. Seiner Meinung nach entspricht Hiller nicht dem Profil, das das Team derzeit benötigt.

Der ehemalige Spieler ist der Meinung, dass Toronto auf einen Trainer setzen sollte, der ein schnelles und kreatives Offensivspiel fördert, anstatt auf einen eher defensiv ausgerichteten Ansatz. Er weist darauf hin, dass die Los Angeles Kings, die kürzlich von Hiller trainiert wurden, zu den besten Defensivteams der Liga bei Fünf-gegen-Fünf gehörten, aber auch zu den offensiv am wenigsten produktiven.

Für Winnik haben die Maple Leafs bereits unter Craig Berube eine ähnliche Philosophie ohne Erfolg ausprobiert.

Auch wenn er gute Erinnerungen an seine Beziehung zu Hiller während ihrer gemeinsamen Zeit in Toronto hat, hinterfragt er dessen tatsächlichen Einfluss damals. Hiller war für das Powerplay verantwortlich, doch Winnik ist der Meinung, dass Mike Babcock die taktischen Entscheidungen massgeblich kontrollierte.

«Wenn man unter Mike Babcock arbeitet, bleibt es im Wesentlichen sein Powerplay, selbst wenn man für das Powerplay zuständig ist», erklärte der ehemalige Stürmer.

Winnik geht sogar noch weiter und hinterfragt das Erbe, das die ehemaligen Assistenten von Babcock hinterlassen haben. Seiner Meinung nach haben es mehrere Trainer aus seinem Umfeld, darunter Jim Hiller, DJ Smith, Jay Woodcroft oder Todd McLellan, nie geschafft, sich dauerhaft in der Elite des Berufs zu etablieren.

Doch erst als er Babcock direkt anspricht, wird der Ton besonders scharf.

Der ehemalige Toronto-Spieler bekräftigt, dass seine Zeit unter dem kanadischen Trainer eine der schlimmsten Erfahrungen seiner Karriere war. Nach einer Knöchelverletzung in der Saison 2015-2016 habe er unter dem konstanten Druck seines Trainers allmählich das Vertrauen verloren.

«Ich hasste es, zur Eishalle zu kommen. Er ist ein Tyrann», erklärte Winnik.

Der Stürmer erinnert sich an viele Heimfahrten nach Trainingseinheiten oder Spielen mit einem Gefühl der Entmutigung und erklärte, dass Babcocks Einstellung ihm komplett die Energie geraubt hatte.

Der 41-jährige Spieler glaubt auch nicht an eine mögliche Rückkehr des ehemaligen Stanley-Cup-Champions auf eine NHL-Bank. Während Gerüchte Babcock derzeit mit den Edmonton Oilers in Verbindung bringen, ist Winnik der Meinung, dass die Organisation aus Alberta diese Option vermeiden sollte.

«Tun Sie das nicht. Er ist der einzige Trainer, der mich dazu gebracht hat, Hockey zu hassen», so seine Aussage.

Seiner Meinung nach ist Babcocks Führungs- und Managementstil einfach nicht mehr für das moderne Hockey geeignet. Er weist auch darauf hin, dass der ehemalige Trainer seit 2012 keine Playoff-Serie mehr gewonnen hat und ist der Ansicht, dass die Ergebnisse seiner ehemaligen Assistenten in der gesamten Liga sein Argument untermauern.

Besonders virulente Aussagen, die die Debatte um das Erbe von Mike Babcock in der NHL einmal mehr neu entfachen.