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Ambrì-Piotta verzeichnet erneut einen Verlust, will aber auf neuen Grundlagen aufbauen


25/08/2026

Die HCAP AG hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Verlust von 392'809 Franken abgeschlossen, gegenüber 94'796 Franken im Vorjahr. An der Generalversammlung vom Dienstag nahmen die Aktionäre zudem Kenntnis von mehreren wichtigen Änderungen im Club, darunter die bevorstehende Ankunft von Ivan Fanconi als CEO. 

Die Hauptursache für diesen erneuten Verlust liegt im starken Rückgang der Spenden, die um über 700'000 Franken gesunken sind. Dieser Rückgang hat sich insbesondere auf den Ausbildungsbereich ausgewirkt. Gleichzeitig haben die Investoren ihre Mittel stärker auf die Kapitalerhöhungen während der Saison ausgerichtet, wodurch die HCAP AG ihr Eigenkapital um 2,22 Millionen Franken stärken konnte. 

Auf Ebene der HCAP Gruppe, zu der insbesondere die Valascia Immobiliare AG gehört, ist das Ergebnis ebenfalls defizitär mit einem Verlust von 848'093 Franken, trotz eines positiven operativen EBITDA von 798'539 Franken. 

Trotz dieser heiklen finanziellen Situation hat Ambrì-Piotta seine Lizenz für die kommende National League Saison erhalten. Der Club muss jedoch mit einem «roten Punkt» und den damit verbundenen Auflagen leben. Die Direktion ist jedoch der Ansicht, dass die gemeinsam mit den Aktionären und Gläubigern ergriffenen Massnahmen es ermöglichen, der Zukunft mit mehr Zuversicht entgegenzusehen. 

Auf organisatorischer Ebene tritt Beat Musch als Vertreter der Deutschschweiz in den Verwaltungsrat ein. Er kennt den Club bestens, da er vor 30 Jahren den Donatoren Club gegründet hat und seit fast vier Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen innerhalb der HCAP tätig ist. 

Eine weitere wichtige Änderung: Ivan Fanconi wird seine Tätigkeit als CEO am 1. Oktober aufnehmen. Derzeit CFO und COO des HC Davos, wird er insbesondere die Aufgabe haben, die Restrukturierung fortzusetzen und die finanziellen Grundlagen des Clubs zu stärken. 

Die HCAP setzt zudem ihren Kapitalerhöhungsprozess fort. Ein erster Schritt, der am 31. März letzten Jahres vollzogen wurde, ermöglichte eine Erhöhung des Aktienkapitals von 5,60 auf 5,91 Millionen Franken. Weitere Phasen sind geplant, um die finanzielle Situation der Organisation nachhaltig zu konsolidieren.