Nationaltrainer Patrick Fischer bei den Männern und Colin Muller bei den Frauen haben ihr Aufgebot für die Olympischen Spiele 2026 in Milano Cortina bekanntgegeben.
Bei den Frauen wurden 21 Spielerinnen aus dem WM-Team in Budweis nominiert, während im 25-köpfigen Kader der Männer 20 Akteure aus dem WM-Silberteam von Herning und Stockholm stehen. Für acht Frauen und 14 Männer wird es die erste Olympia-Teilnahme sein.
Das Aufgebot der Schweizer Herren-Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele vom 6. bis 22. Februar 2026 in Milano Cortina ist bekannt. Erstmals seit 2014 und zum insgesamt sechsten Mal werden wieder NHL-Spieler auf der olympischen Bühne antreten.
Die 25 nominierten Schweizer Nationalspieler bringen gemeinsam 1759 Länderspieleinsätze und 13 Olympia-Teilnahmen auf ihr Konto. Spitzenreiter sind die beiden Torhüter Reto Berra (2014, 2022) und Leonardo Genoni (2018, 2022), für welche die dritte Olympiateilnahme bevorsteht. Mit dabei sind zudem die Verteidiger Michael Fora, Roman Josi, Christian Marti sowie die Stürmer Sven Andrighetto, Christoph Bertschy, Denis Malgin, Nino Niederreiter, Pius Suter und Calvin Thürkauf für die es die zweite Olympia-Teilnahme ist. Mit Goalie Akira Schmid, den Verteidigern Tim Berni, Andrea Glauser, Dean Kukan, Janis Moser und Jonas Siegenthaler sowie den Offensivspielern Kevin Fiala, Nico Hischier, Ken Jäger, Simon Knak, Philipp Kurashev, Timo Meier, Damien Riat und Sandro Schmid feiern insgesamt 14 Spieler in Italien ihre Olympia-Premiere.
20 Spieler des WM-Silberteams von Herning und Stockholm 2025 stehen erneut im Aufgebot und bringen wertvolle Erfahrung mit.
«Die Entscheidung, wer es ins Olympia-Team schafft, war für uns im Coaching-Staff alles andere als einfach, da wir sehr viele herausragende Spieler haben. Wir sind überzeugt, dass uns ein ausgewogener Mix gelungen ist, eine Mannschaft, die Erfahrung, physische Robustheit, Intensität und Talent vereint. Wir sind eine Einheit, die zusammenhält und mit vollem Herzblut auf ein Ziel hinarbeitet. Die Spieler kennen unsere Philosophie und unser System bis ins kleinste Detail. Auf dem Eis werden wir alles geben, um als Team um die Medaillen zu kämpfen. Das haben wir in den vergangenen beiden Jahren mit unseren WM-Silbermedaillen gezeigt», sagt Head Coach Patrick Fischer. «Wir freuen uns sehr, dass wir nun endlich aus dem Vollen schöpfen können, was die Qualität unserer Spieler betrifft. Dieses Turnier wird ein echtes Highlight – best of the best!»
Lars Weibel, Director Sport bei der SIHF, ergänzt: «Olympische Spiele mit den besten Spielern der Welt sind etwas ganz Besonderes. Für uns als Verband ist es ein grosses Privileg, Teil dieses Highlights zu sein und ein erfahrenes Team mit viel Qualität aufbieten zu können. Die Vorfreude im gesamten Umfeld ist spürbar. Wir sind sportlich und organisatorisch bereit, diese Herausforderung anzunehmen und die Schweiz auf höchstem Niveau zu vertreten!»
Die letzten Schritte vor dem Olympia-Auftakt
Die Mannschaft wird am Donnerstag, 5. Februar 2026, die offizielle Kleiderkollektion abholen und reist anschliessend direkt nach Mailand, um sich dort in diversen Trainingseinheiten sowie einem «Combined Practice» gegen Lettland (9. Februar 2026, unter Ausschluss der Öffentlichkeit) vorzubereiten. Die zehn NHL-Spieler stossen am 8. Februar 2026 zur Mannschaft hinzu.
Ernst gilt es dann ab dem 12. Februar 2026, wenn die Schweiz im ersten Gruppenspiel um 12:10 Uhr auf Frankreich trifft. Am Freitag, 13. Februar 2026, folgt das Kracherspiel gegen Kanada um 21:10 Uhr, bevor am 15. Februar 2026 um 12:10 Uhr das letzte Gruppenspiel gegen Tschechien auf dem Programm steht.
Die drei Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite ziehen direkt in die Viertelfinals ein. Die übrigen acht Teams kämpfen in einer Qualifikationsrunde um die verbleibenden vier Viertelfinalplätze.
Aufgebot Männer Olympische Spiele Milano Cortina 2026
Torhüter (3): Reto Berra (HC Fribourg-Gottéron), Leonardo Genoni (EV Zug), Akira Schmid (Vegas Golden Knights / NHL)
Verteidiger (8): Tim Berni (Genève-Servette HC), Michael Fora (HC Davos), Andrea Glauser (HC Fribourg-Gottéron), Roman Josi (Nashville Predators / NHL), Dean Kukan (ZSC Lions), Christian Marti (ZSC Lions), Janis Moser (Tampa Bay Lightning / NHL), Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils / NHL)
Stürmer (14): Sven Andrighetto (ZSC Lions), Christoph Bertschy (HC Fribourg-Gottéron), Kevin Fiala (Los Angeles Kings / NHL), Nico Hischier (New Jersey Devils / NHL), Ken Jäger (Lausanne HC), Simon Knak (HC Davos), Philipp Kurashev (San Jose Sharks / NHL), Denis Malgin (ZSC Lions), Timo Meier (New Jersey Devils / NHL), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets / NHL), Damien Riat (Lausanne HC), Sandro Schmid (HC Fribourg-Gottéron), Pius Suter (St. Louis Blues / NHL), Calvin Thürkauf (HC Lugano)
Frauen-Nationalteam mit vollen Kräften
Zu den erfahrensten Olympionikinnen im Aufgebot von Head Coach Colin Muller zählen Alina Müller und Captain Lara Stalder. Nach der Bronzemedaille in Sotschi 2014 sowie den Teilnahmen 2018 in Pyeongchang (Rang 5) und 2022 in Peking (Rang 4) bestreiten sie in Milano Cortina ihre vierten Olympischen Spiele.
Torhüterin Andrea Brändli sowie die Verteidigerinnen Shannon Sigrist und Stefanie Wetli stehen zum dritten Mal in einem Olympia-Aufgebot. Zum zweiten Mal an Olympischen Spielen dabei sind Saskia Maurer, Lara Christen, Nicole Vallario, Rahel Enzler, Sinja Leemann, Lena-Marie Lutz, Alina Marti, Kaleigh Quennec, Noemi Ryhner und Laura Zimmermann. Für Torhüterin Monja Wagner, die Verteidigerinnen Alessia Baechler, Annic Büchi und Laure Mériguet sowie die Stürmerinnen Leoni Balzer, Naemi Herzig, Vanessa Schaefer und Ivana Wey steht die Premiere an Olympia bevor.
Colin Muller äussert sich wie folgt zum Aufgebot: «Wir verfügen über eine sehr ausgewogene Mannschaft mit viel internationaler Erfahrung und einer starken Mischung aus Routine und Dynamik. Viele Spielerinnen kennen die Anforderungen auf olympischem Niveau und wissen, was es braucht, um auf dieser Bühne zu bestehen. Unser Fokus liegt darauf, als Team geschlossen aufzutreten und in jedem Spiel unser bestes Eishockey zu zeigen.»
«Die Olympischen Spiele sind für das Schweizer Frauen-Eishockey ein absolutes Highlight. Dieses Aufgebot widerspiegelt die kontinuierliche Entwicklung unseres Programms und die gute Arbeit der letzten Jahre. Wir sind sportlich und strukturell sehr gut aufgestellt und freuen uns, mit diesem Team in Milano Cortina antreten zu dürfen», so Anja Stiefel, Senior Manager Women’s Hockey bei Swiss Ice Hockey.
Fahrplan Richtung Milano Cortina 2026
Das Schweizer Frauen-Nationalteam bereitet sich vom 29. Januar bis 2. Februar 2026 im FarFar Ice Camp in Wollerau auf die Olympischen Spiele in Milano Cortina vor. Während des Trainingslagers bestreiten die Schweizerinnen zudem ein Testspiel gegen Schweden (unter Ausschluss der Öffentlichkeit). Anschliessend reist das Team gemeinsam nach Mailand.
Als Weltranglisten-Fünfte ist die Schweiz in der stark besetzten Gruppe A eingeteilt. Dort trifft das Team von Head Coach Colin Muller auf Kanada (Weltranglisten-Erster), die USA (2), Finnland (3) und Tschechien (4). Die Teams der höhergesetzten Gruppe A sind bereits für die Viertelfinals qualifiziert und treffen dort auf die drei punktbesten Mannschaften der Gruppe B mit Japan, Schweden, Deutschland, Frankreich und Gastgeber Italien.
Der Start ins olympische Turnier erfolgt für die Schweizerinnen am Freitag, 6. Februar 2026, um 14:40 Uhr gegen Tschechien. Es folgen die Begegnungen gegen Kanada am 7. Februar um 21:10 Uhr, gegen die USA am 9. Februar um 20:10 Uhr sowie gegen Finnland am 10. Februar um 21:10 Uhr.
Aufgebot Frauen Olympische Spiele Milano Cortina 2026
Torhüterinnen (3): Andrea Brändli (Frölunda HC / SWE), Saskia Maurer (SC Bern), Monja Wagner (Union College / USA)
Verteidigerinnen (7): Alessia Baechler (Northeastern University / USA), Annic Büchi (EV Zug), Lara Christen (SC Bern), Laure Mériguet (Genève Servette), Shannon Sigrist (ZSC Lions), Nicole Vallario (PWHL New York / USA), Stefanie Wetli (SC Bern)
Stürmerinnen (13): Leoni Balzer (HC Davos Ladies), Rahel Enzler (EV Zug), Naemi Herzig (Holy Cross University / USA), Sinja Leemann (SC Bern), Lena-Marie Lutz (HC Ambri-Piotta), Alina Marti (EV Zug), Alina Müller (PWHL Boston / USA), Kaleigh Quennec (SC Bern), Noemi Ryhner (EV Zug), Vanessa Schaefer (University of British Columbia / CAN), Lara Stalder (EV Zug), Ivana Wey (EV Zug), Laura Zimmermann (St. Cloud University / USA)
