Recherche

Marc Lüthi ist wieder da – als möglicher neuer Chef des Schweizer Eishockeys


01/06/2026

Wenige Stunden nach der Niederlage der Schweiz im WM-Finale gegen Finnland gab Swiss Ice Hockey den sofortigen Rücktritt seines Präsidenten, Urs Kessler, bekannt. Im September 2025 mit dem Ruf angetreten, als Führungspersönlichkeit die Verbandsstrukturen neu ordnen zu können, verlässt der ehemalige Chef der Jungfraubahnen seine Position schliesslich nach weniger als einem Jahr im Amt.

Sein Rücktritt erfolgt inmitten starker interner Turbulenzen. Der Verband sucht seit 2023 bereits seinen dritten Präsidenten. Sein Vorgänger, Stefan Schärer, hatte bereits Ende 2024 nach monatelangen internen Konflikten sein Amt niedergelegt.

Laut NZZ soll der Verband bereits seinen Kandidaten für die Nachfolge von Kessler gefunden haben. Es soll sich um Marc Lüthi handeln, dessen lange Amtszeit an der Spitze des SC Bern Ende April endete.

Der 64-jährige Lüthi gilt als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Schweizer Eishockeys. Als Architekt der Entwicklung und Erfolge des Berner Klubs über mehr als zwei Jahrzehnte besitzt er den Ruf eines entschlossenen Managers, der wenig Kompromisse eingeht. Seine Kandidatur könnte einen wichtigen Wendepunkt für einen Verband markieren, der seit mehreren Jahren von Machtkämpfen und internen Spaltungen erschüttert wird.

Seine Ernennung wurde jedoch noch nicht offiziell bestätigt. Sie könnte in den kommenden Monaten erfolgen, während Swiss Ice Hockey voraussichtlich weitere wichtige Veränderungen in seiner Führung erleben wird, wie die Zeitung hinzufügt.