Harri Säteri akzeptiert sein Alter und seine diskrete Rolle bei den Leijonat
10/05/2026
Mit 36 Jahren nimmt Harri Säteri eine besondere Position im finnischen Kader ein, der sich auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. Der Goalie ist der einzige in den 1980er-Jahren geborene Spieler, der noch um einen Platz im Team kämpft – ein Symbol für eine Umkleidekabine im Generationenwechsel.
Angesichts der Konkurrenz von zwei NHL-Goalies, Justus Annunen und Joonas Korpisalo, findet sich Säteri in der Position eines potenziellen dritten Torhüters wieder. Eine eher zurückhaltende Rolle, weit entfernt von seinen früheren Erfolgen, hatte er doch bereits die grössten internationalen Auftritte, darunter einen Olympiasieg.
Nach dem Sieg gegen Tschechien, wo er 20 Paraden zeigte, reagierte der Torhüter humorvoll, als er nach seinem Veteranenstatus gefragt wurde. «Verflixt, das war sicher nicht das erste Mal, dass jemand so etwas sagt», witzelte er, amüsiert über die Bemerkungen zu seinem Alter.
Auch wenn er diese Hierarchie akzeptiert, stellt er sein Engagement nicht in Frage. «Wenn man sich auf dieses Spiel eingelassen hat, gibt man es unterwegs sicher nicht auf. Dann nimmt man die Rolle an, die einem die Trainer geben, so gut man kann», erklärt er und bekennt sich voll zu seiner Mission innerhalb der Gruppe.
Seit mehreren Saisons in der Schweiz ansässig, betont Säteri seine Erfahrung im Dienste des Teams. «Wir haben hier schon einiges von der Welt gesehen, verschiedene Teams und alle möglichen Ereignisse mit der Nationalmannschaft. In schwierigen Momenten kann ich die Situation beruhigen, wenn jemand anfängt, in die eine oder andere Richtung abzudriften», betont er und spricht von seiner Rolle als Stabilisator in der Kabine.
Da er weiss, dass die Gelegenheiten mit der Nationalmannschaft seltener werden, geniesst er jede Einberufung. «Es bleiben wahrscheinlich nicht mehr viele. Es wäre schwer, diese Gelegenheiten verstreichen zu lassen, wenn die Anrufe noch kommen und man gebeten wird, dabei zu sein», gesteht er.
In der Torhüter-Hierarchie ist die Konkurrenz gross, doch die Stimmung bleibt positiv. «Annunen ist wirklich ein toller Kerl. Korpisalo ist auch ein ausgezeichneter Kerl. Wir haben ein verdammt gutes Team zusammengestellt», fügt er über seine Teamkollegen hinzu.
Zwischen Erfahrung, Rollenakzeptanz und einem sich nähernden Ende der internationalen Karriere bringt Säteri weiterhin Stabilität in eine sich entwickelnde Gruppe.