Fribourg-Gottéron: Der Meister strebt nun langfristigen Erfolg an
31/08/2026
Wenige Monate nachdem Fribourg-Gottéron den ersten Schweizer Meistertitel seiner Geschichte gewonnen hat, geht der Club mit dem Ziel in die Saison 2026-2027, seine Fortschritte zu bestätigen und die Entwicklung des gesamten Vereins weiter voranzutreiben. Hier sind die Hauptpunkte der heutigen Pressekonferenz.
Eine neue Führung in Kontinuität
Yvan Haymoz ist Hubert Waeber als Präsident des Verwaltungsrates nachgefolgt, mit dem klaren Ziel, die in den letzten Jahren geleistete Arbeit fortzusetzen. Seine Leitlinie basiert auf drei Prinzipien: das Geschaffene zu respektieren, die Stärken des Clubs zu konsolidieren und das Gottéron von morgen vorzubereiten.
Maxime Droux und Sébastien Dorthe bekleiden neu die Positionen der Vizepräsidenten.
Eine weitere wichtige Veränderung: Julien Sprunger wechselt in die Geschäftsabteilung des Clubs. Nachdem er die Geschichte Gottérons als Spieler und Kapitän geprägt hat, setzt die ehemalige Nummer 86 sein Engagement innerhalb der Organisation fort.
Ungebrochene Begeisterung
Der Meistertitel hat nicht nur die Gemüter bewegt. Er hat auch die Begeisterung für den Club weiter verstärkt.
Die 7'500 verfügbaren Saisonabos fanden erneut Abnehmer, mit einer Verlängerungsrate von 99,44 %. Der Family Corner erfreut sich ebenfalls grosser Beliebtheit, da die Nachfrage siebenmal höher ist als die 68 pro Spiel verfügbaren Plätze.
Die gleiche Dynamik ist bei den Partnern zu beobachten, mit einer nahezu vollständigen Verlängerungsrate und einer starken Nachfrage nach Hospitality-Angeboten.
Die BCF Arena setzt parallel ihre Modernisierung fort. Mehrere im Sommer durchgeführte Arbeiten erhöhen ihre Kapazität nun auf 9'620 Zuschauer. Der Gästesektor wurde neu organisiert und umfasst 321 Plätze, davon 220 Steh- und 101 Sitzplätze, gegenüber 357 zuvor. Drei zusätzliche Plätze wurden zudem für Personen mit eingeschränkter Mobilität geschaffen.
Der Club beabsichtigt zudem, das Zuschauererlebnis durch die Digitalisierung der Parkplatzzugänge und die Entwicklung von Click & Collect über seine App zu verbessern.
Über 3 Millionen für die Nachwuchsförderung
Die Nachwuchsförderung bildet einen der Hauptentwicklungsbereiche von Fribourg-Gottéron. Die Juniorenbewegung zählt heute 450 Kinder und Jugendliche, darunter über 100 in der Hockeyschule eingeschriebene, verteilt auf 18 Teams.
Angesichts dieser Nachfrage muss der Club jedoch mit einem Mangel an Eisflächen kämpfen und war bereits gezwungen, Anmeldungen für die Hockeyschule abzulehnen.
Gottéron treibt daher die Professionalisierung seiner Struktur voran. Ein neues Konzept für Talentmanagement wird insbesondere mit der 100%igen Beteiligung von Andrei Bykov eingeführt, ein Novum im Schweizer Eishockey. Auch die Bereiche Athletik und Mentalität werden gestärkt.
Mit einem Budget von über 3 Millionen Franken profitiert die Juniorenbewegung von der grössten Investition ihrer Geschichte.
Die Ladies wollen um den Titel mitspielen
Auch das Fraueneishockey erreicht eine neue Stufe. Nach einer vielversprechenden ersten Saison zeigen die Fribourg-Gottéron Ladies klar ihre Ambitionen für die kommende Spielzeit: die Playoffs erreichen und im Titelkampf mitmischen.
Der Club setzt auf eine junge Mannschaft und möchte schrittweise ein wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Team aufbauen.
Auch die Nachwuchsförderung der Frauen erhält neuen Schwung durch die Gründung einer U16-Mannschaft, die in der Junior Women’s League SIHF spielen wird. Eine Struktur, die darauf abzielt, die Nachwuchskette zu stärken und jungen Spielerinnen mehr Eiszeit zu ermöglichen.
Das Budget der Ladies beträgt rund 450'000 Franken, ebenfalls ein Rekord für den Club.
Zwei Begegnungen gegen Lausanne HC werden zudem am 24. September und 21. November 2026 live auf La Télé übertragen, um die Sichtbarkeit des Fraueneishockeys weiter zu erhöhen.
Auf dem Eis bestätigen
Sportlich bleiben die Ambitionen selbstverständlich hoch. Als amtierender Schweizer Meister will Fribourg-Gottéron seine Identität bewahren und sich die Mittel geben, um erneut eine führende Rolle zu spielen.
Die Vorbereitung begann ideal mit vier Siegen in ebenso vielen Spielen, gegen Genève-Servette, Lausanne, Rouen und Bremerhaven.
Die Drachen werden in dieser Saison auch wieder in der Champions Hockey League antreten und haben die Gelegenheit, ihren Fortschritt gegen einige der besten europäischen Teams zu messen.