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Die Champions Hockey League: Ein finanzielles Fass ohne Boden für Schweizer Eishockey-Klubs


18/09/2026

Schweiz, Polen und Schweden in nur dreieinhalb Tagen zu bereisen, bedeutet für den HC Davos ein immenses Tempo. Der Klub ist gezwungen, teure Charterflüge für seine Europareisen zu nutzen. Obwohl die Teilnahmeprämie diese Saison auf rund 80'000 Franken erhöht wurde (Details hier), reicht dieser Betrag bei Weitem nicht aus, um die logistischen Ausgaben der teilnehmenden Teams zu decken. Dies bestätigte der Bündner Geschäftsführer Marc Gianola Anfang dieser Woche gegenüber der Suedostschweiz. Sein Klub habe für diese Kampagne ein sechsstelliges Defizit budgetiert, da der Wettbewerb erst ab dem Erreichen der Halbfinals rentabel werde. Ein Verzicht auf das Turnier ist für die Qualifizierten jedoch nicht möglich, da sonst eine reglementarische Busse von rund 500'000 Franken durch die organisierende Stelle droht.

Über die unbestreitbare sportliche Visitenkarte hinaus, die es dem Team ermöglicht, sich mit den besten Klubs des Kontinents zu messen, stellt das Management der Hotel- und Flugkosten eine grosse Herausforderung dar. Diese Last wiegt für Davos aufgrund seiner geografischen Isolation besonders schwer. Gianola plädiert daher für eine Überarbeitung des Formats durch regionale Gruppen oder gebündelte Touren. So könnte beispielsweise vermieden werden, zwei separate Reisen nach Skandinavien zu unternehmen, um gegen zwei schwedische Gegner anzutreten. Der Funktionär fordert die Klubs auf, ihre Organisation zu optimieren, um die finanziellen Verluste zu begrenzen. Dies geschieht in einem zunehmend aufmüpfigen Klima, in dem finnische, schwedische und tschechische Teams mit einem Boykott des Wettbewerbs drohen. In Fribourg teilt Sportdirektor Gerd Zenhäusern diese alarmierende Einschätzung und warnt, dass eine tiefgreifende Neuausrichtung des Wirtschaftsmodells unerlässlich ist, um das reine und einfache Sterben des Wettbewerbs zu verhindern.