Deutschland trennt sich von Bundestrainer Harold Kreis
05/06/2026
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat das sofortige Ende der Zusammenarbeit mit Harold Kreis bekannt gegeben. Beide Parteien haben sich einvernehmlich auf die Beendigung ihrer Beziehung geeinigt, obwohl der Vertrag des Nationaltrainers ursprünglich bis zum Ende der Saison 2026-2027 lief.
Im März 2023 zum Bundestrainer Deutschlands ernannt, hatte Harold Kreis schnell für Furore gesorgt, indem er die Nationalmannschaft zu einer bemerkenswerten Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2023 führte. Dieses Ergebnis sicherte den Deutschen auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2026.
Danach waren die Ergebnisse jedoch weniger überzeugend. Deutschland hatte bei der Weltmeisterschaft 2024 das Viertelfinale erreicht, bevor dieses Ziel bei den Ausgaben 2025 und 2026 verfehlt wurde. Bei den Olympischen Spielen 2026 schied die Auswahl ebenfalls im Viertelfinale aus.
Trotz zweier Erfolge beim Deutschland Cup 2023 und 2025 ist der Verband der Ansicht, dass die Nationalmannschaft in den letzten Jahren keine Fortschritte mehr gemacht hat.
Sportdirektor Christian Künast erklärte, dass diese Entscheidung einer eingehenden Analyse der sportlichen Situation folgte: « Wir sind der Meinung, dass die Entwicklung der Herren-Nationalmannschaft zuletzt stagnierte. Harold Kreis hat mit viel Engagement gearbeitet und einen wichtigen Beitrag zum deutschen Eishockey geleistet, insbesondere mit der WM-Silbermedaille 2023. Aber wir sind überzeugt, dass nun ein neuer Impuls notwendig ist. »
Harold Kreis seinerseits bedankte sich bei den Spielern, dem Stab und dem Verband für die drei Jahre an der Spitze der Auswahl: « Die 2023 gewonnene Silbermedaille und die Erfahrungen mit diesem Team werden unvergessliche Erinnerungen bleiben. Ich danke allen, die mir in dieser Zeit ihr Vertrauen geschenkt haben. »
Diese Entscheidung eröffnet nun die Suche nach einem neuen Bundestrainer für Deutschland, weniger als ein Jahr vor Beginn der internationalen Saison 2026-2027. Der zukünftige Trainer wird insbesondere die Aufgabe haben, ein Team neu zu beleben, das nach seinem Welterfolg von 2023 Schwierigkeiten hat, an die Spitze der internationalen Hierarchie zurückzufinden.