Der frühere Lugano-Präsident Fabio Gaggini ist verstorben
13/08/2026
Der Hockey Club Lugano trauert um Fabio Gaggini, der im Alter von 70 Jahren nach einer Krankheit verstorben ist. Als prägende Figur in der Vereinsgeschichte war er fast sechs Jahrzehnte lang in verschiedenen Funktionen aktiv.
Gaggini hatte sich zunächst als Spieler einen Namen gemacht. Der schnelle Flügelstürmer mit der Nummer 22 war Kapitän der Mannschaft, die am Ende der Saison 1981/82 den Aufstieg in die Serie A erreichte. In jener Saison erzielte er 25 Tore und lieferte 24 Assists. Nach acht Saisons, 192 Spielen und 157 Punkten beendete er seine Karriere bereits mit 28 Jahren, da seine beruflichen Aktivitäten als Anwalt es ihm nicht mehr ermöglichten, Eishockey und den zunehmenden Professionalisierungsgrad zu vereinbaren.
Bereits 1985 trat er dem Vorstand des Klubs bei, bevor er im September 1991 als Nachfolger von Geo Mantegazza Präsident wurde. Seine Amtszeit als Präsident war insbesondere vom Gewinn des Schweizer Meistertitels im Jahr 1999 geprägt. Am 5. April desselben Jahres holte Lugano den Titel auf dem Eis von Ambrì, unter der Leitung von Jim Koleff und mit Gaggini an der Spitze des Klubs. Zwei weitere gegen Davos gewonnene Meistertitel rundeten seine Erfolgsbilanz als Funktionär ab.
Gaggini hatte seine operativen Funktionen im November 2006 niedergelegt, blieb der Organisation aber weiterhin sehr verbunden. Der Tessiner Klub hebt insbesondere seinen Sinn für Strategie, seine Fähigkeit, sportliche Entwicklungen vorauszusehen, und sein wichtiges Beziehungsnetz hervor.
Er hatte auch zur Gründung des Golden Wings Club, der wichtigsten Unterstützergruppe des HCL, sowie zur Stiftung HC Lugano Academy beigetragen, die seit 2015 die Nachwuchsförderung unterstützt.
Lugano spricht seiner Ehefrau Francesca, seinen Kindern Simona und Sandro sowie deren Familien sein Beileid aus.