Neustart in der Innerschweiz: Eric Schneller will sich beim EV Zug durchsetzen
27/09/2026
In der Verteidigerhierarchie bei Genève-Servette auf Rang acht zurückgestuft und vor seiner Leihe in die Swiss League in der vergangenen Saison auf lediglich sieben Minuten Eiszeit pro Spiel beschränkt, hat sich Eric Schneller dazu entschieden, seine Karriere mit dem Wechsel zum EV Zug neu zu lancieren.
Der 21-jährige Verteidiger, der dreimal für die Schweiz an einer Junioren-Weltmeisterschaft teilnahm, erklärt gegenüber der Luzerner Zeitung, dass er in einer alternden Genfer Kabine, die in schwierigen Momenten auf die Erfahrung der Routiniers setzte, ein mental aufreibendes Jahr erlebt habe – sinnbildlich dafür die historische 0:11-Klatsche gegen Lausanne, die er von der Tribüne aus verfolgen musste.
Im Herbst von mehreren Sportchefs der National League umworben, liess sich das junge Talent schliesslich vom Zuger Projekt überzeugen. Ausschlaggebend waren die Energie einer verjüngten Mannschaft sowie der zeitgleiche Transfer seines Teamkollegen aus den Nachwuchsauswahlen, Rico Gredig.
Schneller, der nach drei Jahren bei Rögle zur Perfektionierung seiner defensiven Entwicklung die schweizerisch-schwedische Doppelbürgerschaft besitzt, fühlt sich dennoch voll und ganz als Schweizer und formuliert klare Ambitionen für sein neues Kapitel in der Innerschweiz. Unter den Fittichen des Schweden Lukas Bengtsson verhehlt er nicht seine Absicht, auf Anhieb in die Top-6-Verteidigung der Zuger vorzustossen, um später auch Verantwortung im Powerplay zu übernehmen. Entschlossen, bei Entscheidungen mit dem Puck den nächsten Schritt zu machen, behält der Einheimische zudem die Schweizer A-Nationalmannschaft im Blick und bekräftigt mit gesundem Selbstvertrauen, zu 100 % ein erstes Aufgebot für die Nati anzuvisieren.