Getragen von einem Doppelpack ihrer Kapitänin Marie-Philip Poulin in der zweiten Halbzeit, qualifizierte sich Kanada durch einen 2:1-Sieg über die Schweiz für das Finale des olympischen Frauenturniers.
Die Kanadierinnen bestreiten ihr achtes Finale um Gold in Folge und treffen dabei erneut auf ihre Erzrivalinnen, die USA (Frauen-Eishockey).
Die amtierenden Olympiasiegerinnen dominierten das Spiel und führten mit 46:8, scheiterten aber an einer überragenden Andrea Brändli, die lange Zeit nicht zu überwinden war. Nach einer einseitigen, aber sterilen ersten Halbzeit entriegelte Poulin zu Beginn des zweiten Drittels die Situation und verdoppelte wenige Minuten später die Führung. Mit diesen beiden Erfolgen erhöhte die kanadische Kapitänin ihre Gesamtzahl auf 20 Tore in ihrer olympischen Karriere und stellte damit einen neuen Rekord vor Hayley Wickenheiser auf.
Die Schweiz zeigte jedoch viel Charakter, als sie im dritten Drittel auf 2:1 verkürzte und Kanada bis zum Schluss unter Druck setzte, in einem Duell, das als eines der engsten in der Geschichte zwischen den beiden Nationen auf diesem Niveau in die Geschichte eingehen wird. Im Spiel um den dritten Platz gegen Schweden haben die Schweizer noch die Chance, eine Bronzemedaille zu gewinnen.
Im Finale trifft Kanada auf eine US-amerikanische Mannschaft, die seit Beginn des Turniers beeindruckend ist. Die Kanadierinnen, die in der Vorrunde von den USA mit 5:0 geschlagen wurden, wissen, dass sie ein perfektes Spiel abliefern müssen, um wieder olympisches Gold zu gewinnen.
