Gestern berichtete ich bereits, dass die Infrastruktur der Aréna Santagiulia in Mailand noch Arbeit benötigt. Dasselbe gilt für das Eis, das beim ersten Test nicht überzeugen konnte.
Am Freitag fand in der Halle ein erstes Hockeyspiel statt, eine der wichtigsten Anlagen, die im Februar das olympische Turnier ausrichten wird. Das Spiel wurde zwischen zwei italienischen Profi-Mannschaften ausgetragen und bot einen ersten Eindruck vom Zustand der Arena wenige Wochen vor Beginn der Spiele. Laut Chris Johnston, Journalist bei „The Athletic“, der vor Ort war, sind trotz sichtbarer Fortschritte noch zahlreiche Elemente fertigzustellen, damit die Arena voll einsatzbereit ist.
Die Eisfläche wirkte weich und leicht verschneit, sodass sich vor einem der Tore ein Loch bildete, das den Spielablauf in der ersten Periode unterbrach. Über dem Eis schwebte zudem feiner Baustaub – ein Zeichen dafür, dass die Arbeiten intensiv fortgesetzt werden, um rechtzeitig für das erste Frauenmatch des Turniers, USA gegen Tschechien am 5. Februar, fertig zu sein.
Auch außerhalb der Halle wird noch gebaut, was die Regulierung der Innentemperatur erschwert. Das Hauptumkleidebereich ist noch nicht fertig, und nur drei der insgesamt vierzehn Spielerumkleiden sind nahezu einsatzbereit. Die Spielfläche und die Tribünen sind hingegen bereits installiert, sodass die Arena rund 11.800 Zuschauer empfangen kann – etwas weniger als die ursprünglich geplanten 14.000 Plätze aufgrund der engen Zeitvorgaben.
Trotz dieser Mängel und der noch laufenden Arbeiten scheint niemand vor Ort Zweifel an der Durchführung des olympischen Turniers zu haben. Der Zeitplan bleibt unverändert, das erste Herrenmatch ist für den 12. Februar angesetzt, wenn Kanada auf Tschechien trifft.
The first Olympic test event at Santagiuliana Arena is being delayed because there's a giant hole in the ice. They brought out a watering can to try and patch it. pic.twitter.com/357xeAY3kQ
— Chris Johnston (@reporterchris) January 9, 2026
