Angesichts seines Budgets ist der HC Chur zweifellos der Club der Swiss League, der am besten mit den verfügbaren Finanzen arbeitet, steht aber vor großen Herausforderungen, die wahrscheinlich entscheidend für seine sportliche Zukunft sind.
Der Club muss insbesondere über die Zukunft seines Trainerduos Reto und Jan von Arx sowie seines Sportdirektors Björn Gerhard entscheiden, da alle Verträge in diesem Sommer auslaufen. Das Tandem von Arx, das seit fünf Jahren im Amt ist, hat den Club zurück in die Swiss League gebracht und sich durch sein Jugendmanagement und seinen von den Spielern geschätzten Coaching-Stil ausgezeichnet. Ihr Einfluss geht über den rein sportlichen Rahmen hinaus, dank eines soliden Netzwerks und ihrer Beteiligung als Aktionäre des Clubs.
Die Verlängerungsverhandlungen laufen seit mehreren Wochen, wobei der Hauptstreitpunkt der finanzielle Aspekt ist, da die Brüder von Arx zu den bestbezahlten Trainern der Liga gehören und beide die Funktion als Co-Headcoach innehaben, ein seltener Luxus in der Swiss League. Eine Entscheidung wird in den nächsten Wochen erwartet, kündigt die Südostschweiz an, da sie sich direkt auf die Vertragsverhandlungen und die Transferplanung für die nächste Saison auswirkt.
Der Fall von Björn Gerhard ist ebenfalls entscheidend für die Zukunft des Clubs. Sein Vertrag läuft ebenfalls aus und er wurde von mehreren National-League-Teams umworben, darunter Ambri-Piotta, aber auch der CP Bern und die Rapperswil-Jona Lakers, präzisiert die Bündner Tageszeitung. Im Auswahlverfahren von Ambri gehörte Gerhard zur letzten Auswahlphase zusammen mit Lars Weibel, der schließlich ausgewählt wurde. Trotz dieser Anfragen müssen nur noch Formalitäten vor der Verlängerung seines Vertrags geklärt werden, was Chur die Kontinuität einer soliden und erfahrenen Sportführung garantieren würde.
