Recherche

Romain Loeffel erklärt seinen Wechsel zum Lausanne HC


02/08/2026

Im Alter von 35 Jahren beginnt Romain Loeffel somit ein neues Kapitel in seiner Karriere. Diesen Sommer im Tausch für Torhüter Connor Hughes von Bern zum Lausanne HC gewechselt, ist der Schweizer Nationalverteidiger der Meinung, die Wahl getroffen zu haben, die ihm die besten Chancen auf den Gewinn des Schweizer Meistertitels bietet. Er äussert sich dazu in einem ausführlichen Interview mit dem Matin Dimanche.

Nach Lugano und Bern kehrt Loeffel somit in die Westschweiz zurück, eine Region, die auch aus familiären Gründen wichtig ist, da er mit seiner Familie am Murtensee wohnt und somit tägliche Pendelfahrten in Kauf nehmen muss.

Sportlich gesehen akzeptiert der Verteidiger auch, sich einer starken Konkurrenz in der Lausanner Verteidigung stellen zu müssen. In diesem Stadium seiner Karriere bekräftigt Loeffel jedoch, dass sein Hauptziel der Gewinn eines Titels ist, selbst wenn er eine andere Rolle einnehmen muss als in seinen früheren Vereinen. Er sieht sich insbesondere als mögliche Ergänzung zu Brännström.

Loeffel erinnert sich an eine kuriose Episode, die er immer noch nicht verdaut hat, da er die Besonderheiten von Transfers während der Saison bereits kennt. Im Jahr 2014, als er 22 Jahre alt war, wurde er von Fribourg-Gottéron zu Genève-Servette unter Umständen getauscht, die er menschlich bis heute als «skandalös» empfindet. Sportlich gesehen markierte dieser Wechsel jedoch einen Wendepunkt in seiner Karriere, da er unter Chris McSorley schnell Verantwortung erhielt.

Sein Wechsel nach Lausanne erfolgt auch nach einer eher schwierigen Phase mit der Schweizer Nationalmannschaft. Da er von Jan Cadieux nicht für die letzte Weltmeisterschaft nominiert wurde, gibt Loeffel zu, eine grosse Enttäuschung erlebt zu haben. Mit zwei Teilnahmen an Olympischen Spielen, sechs Weltmeisterschaften und einer 2024 in Prag gewonnenen Silbermedaille muss er nun über die Fortsetzung seiner internationalen Karriere nachdenken. Ein Gespräch mit dem Nationaltrainer wird notwendig sein, bevor er entscheidet, ob er seine Reise mit der Nationalmannschaft fortsetzen möchte.

Im Verein hingegen bleibt die Motivation intakt. Loeffel hofft auf ein Karriereende ähnlich dem von Julien Sprunger, jedoch mit einem nationalen Titel vor seinem letzten Spiel. Er wird in Lausanne die Nummer 58 tragen, wie schon einen Grossteil seiner Karriere, insbesondere zu Ehren von Sandy Jeannin, mit dem er in Freiburg gespielt hatte.