Mario Kempe spricht über die schwierige Zeit vor seiner Ankunft in Lugano und über seine deutliche Gehaltskürzung
23/01/2024
In einem Interview mit der Tageszeitung Aftonbladet blickt er auf die Ereignisse zurück: "Ich habe mich für Diskretion entschieden. Dazu hat mir die Spielergewerkschaft mit Hilfe von Psychologen geraten. Ich dachte auch, dass ich etwas Zeit verstreichen lassen sollte, bevor ich etwas sage, um Emotionen zu vermeiden".
Er fügte hinzu: "Ich habe mich in Luleå nicht wohl gefühlt und es hat gereicht, dass ich das Stadion gesehen habe, um ängstlich zu werden. Das war schon seit dem letzten Sommer so, als ich nach meiner zweiten schweren Knieverletzung zurückkam. Ich habe mich sehr früh mit meinem Agenten in Verbindung gesetzt und ihm gesagt, dass es besser wäre, wenn ich Luleå verlassen würde".
Ein Übel, das tief an ihm nagte: "Ich habe in Luleå auch über meine Angstzustände und Depressionen gesprochen und gesagt, dass ich keine Leistung bringen kann, wenn ich mich so fühle. Der Arzt in Luleå gab mir Medikamente gegen Angstzustände, damit ich mich besser fühlte.Im Laufe des Herbstes begann ich, mit Luleå darüber zu sprechen, wie ich mich fühlte und dass es vielleicht besser wäre, wenn Luleå jüngeren Spielern Eiszeit geben würde oder mein Gehalt für andere Lösungen verwenden würde."
Es ist jedoch nicht alles gelöst, auch wenn es seit seiner Ankunft in Lugano besser geworden ist: "Ich spreche immer noch mit einem Psychologen und denke von Tag zu Tag. Vielleicht kommt es mir entgegen, im Ausland zu spielen und etwas unauffälliger zu sein. Es ist ein Tapetenwechsel und das hat mir geholfen. Es ist eine Gelegenheit, einen Neuanfang mit neuen Gewohnheiten zu machen. Ich versuche, jeden Tag spazieren zu gehen und mich im Freien aufzuhalten, das tut mir gut".
Eine Anstrengung, die auch finanzieller Natur ist: "Ich habe auch festgestellt, dass viele Leute denken, dass ich in Lugano mehr Geld verdiene. Aber das ist nicht wahr. Wenn es um Geld gegangen wäre, wäre ich in Luleå geblieben. Lugano und ich haben meine Abfindung geteilt und ich schätze, dass ich heute 30-40 % weniger verdiene, als wenn ich meinen Vertrag in Luleå beendet hätte. Ich habe im Laufe meiner Karriere viel Geld verdient, ich will einfach nur spielen und mich gut fühlen".