Recherche

HC Ajoie: Kristian Tanus hätte womöglich nie Eishockey spielen können


22/03/2026

Der Tappara-Stürmer, der zu Ajoie wechseln wird, musste laut Ilta Sanomat seit seiner Geburt mit gesundheitlichen Problemen kämpfen. Trotz dieser Hindernisse ist der 25-jährige Finne heute einer der auffälligsten Spieler in der finnischen Liga.

Im August 2000 in Tampere geboren, kam Tanus mit einer angeborenen Fehlbildung zur Welt, die als Klumpfuss bekannt ist. Diese Erkrankung, die häufigste unter den Fussfehlbildungen bei der Geburt, zeichnet sich durch eine Einwärtsdrehung des Fusses, der Ferse und der Fusssohle aus. Sie betrifft etwa eines von tausend Kindern. In fast der Hälfte der Fälle sind beide Füsse betroffen, wie bei Tanus.

Zum Zeitpunkt seiner Geburt hatten die Ärzte seine Eltern übrigens auf eine unsichere Zukunft vorbereitet. Das Hauptziel war damals bereits, dass er normal gehen konnte. Während frühe Behandlungen – insbesondere wiederholte Ruhigstellungen mit Gipsverbänden – in über 90 % der Fälle eine normale und schmerzfreie Mobilität ermöglichen, bleibt das Erreichen von Spitzensport extrem selten.

Tanus' Weg in die Elite war daher lang und manchmal schmerzhaft. Die besondere Struktur seiner Füsse hat seine körperliche Entwicklung stark beeinflusst, insbesondere während der Adoleszenz. Während seiner Wachstumsphase war es ihm zum Beispiel unmöglich zu rennen oder zu springen – Eigenschaften, die im modernen Eishockey doch unerlässlich sind.

Eine Wende ereignete sich vor etwa fünf Jahren. Unter der Leitung von Trainer Jussi Tapola hat der Spieler seine körperlichen Grenzen schrittweise überwunden. Im Sommer, der von der Covid-19-Pandemie geprägt war, intensivierte er sein körperliches Training trotz Schmerzen. Sein Körper passte sich nach und nach diesen neuen Trainingsbelastungen an, was ihm ermöglichte, schrittweise normalere athletische Fähigkeiten zurückzugewinnen.

Die Arbeit mit dem langjährigen Physiotherapeuten des Klubs, Toni Uotila, spielte ebenfalls eine entscheidende Rolle bei dieser Entwicklung.

Trotz dieser Fortschritte sind die Folgen dieser Fehlbildung im Alltag immer noch spürbar. Besonders morgens muss Tanus oft mit Schmerzen und einer gewissen Steifheit kämpfen, vor allem in den Knöcheln. Nach einer bewegungslosen Nacht braucht er manchmal einen Moment, um seinen Körper wieder in Bewegung zu bringen.

Auf dem Eis haben diese Schwierigkeiten den Stürmer jedoch nicht daran gehindert, sich als einer der produktivsten Spieler der finnischen Liga zu etablieren.