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Franz Reindl nach umkämpfter Wahl gegen Petr Briza zum 15. IIHF-Präsidenten gewählt


02/10/2026

Eine historische Persönlichkeit des deutschen Eishockeys übernimmt die Führung des Weltverbands: Franz Reindl wurde offiziell zum 15. Präsidenten der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) gewählt. Er ist der erste deutsche Funktionär in diesem Amt seit der Präsidentschaft von Dr. Günther Sabetzki (1975–1994). Seine Amtszeit sowie die des neuen IIHF-Councils läuft von Oktober 2026 bis Oktober 2030.

Die Entscheidung fiel nach einer Wahl in zwei Wahlgängen. Ursprünglich hatten sich neun Kandidaten um das Präsidentenamt beworben: Henrik Bach Nielsen (Dänemark), Petr Briza (Tschechien), Sergey Goncharov (Belarus), Frank Gonzalez (Spanien), Zakaria Khechuashvili (Georgien), Jaan Molder (Estland), Aivaz Omorkanov (Kirgisistan), Matjaz Rakovec (Slowenien) und Franz Reindl (Deutschland). Mehrere Rückzüge reduzierten das Teilnehmerfeld jedoch vor dem Urnengang: Bach Nielsen und Goncharov zogen ihre Kandidatur vor der Abstimmung zurück, Gonzalez, Molder und Khechuashvili verzichteten im Anschluss an ihre jeweiligen Reden, während Rakovec am Morgen des Wahltags seinen Rückzug bekanntgab.

Im ersten Wahlgang lag der Tscheche Petr Briza mit 48 Stimmen (41,03 %) zunächst vorn, gefolgt von Reindl (36 Stimmen, 30,77 %) und Aivaz Omorkanov (33 Stimmen, 28,21 %). Da kein Kandidat die absolute Mehrheit von 50 % erreichte, schied Omorkanov für die Stichwahl aus. Im zweiten Wahlgang wendete Reindl schliesslich das Blatt und setzte sich mit 60 Stimmen (51,28 %) knapp gegen Briza durch, der auf 57 Stimmen (48,72 %) kam.

Mit der Wahl ins Präsidentenamt wird Franz Reindl automatisch das erste Mitglied des neuen IIHF-Councils. Dieses Führungsgremium setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen – darunter mindestens drei Frauen und drei Männer – und besteht aus dem Präsidenten, einem ersten Vizepräsidenten, drei regionalen Vizepräsidenten sowie zehn Ratsmitgliedern.