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EV Zug: Raphael Diaz dürfte den Vertrag verlängern, die Trainersuche zieht sich hin


18/04/2026

Der EV Zug tritt nach einer als ungenügend beurteilten Saison in eine wichtige Übergangsphase ein. Hinter den Kulissen arbeitet Sportchef Reto Kläy an mehreren wichtigen Dossiers, die Kader und Vereinsführung neu gestalten sollen.

Seit dem Ausscheiden in den Playoffs hat Kläy zahlreiche Gespräche mit den Spielern geführt, um eine präzise Bilanz der abgelaufenen Saison zu ziehen, wie die Zuger Zeitung berichtet. Aus dieser Analyse gehen einige Punkte klar hervor: Ein Teil der Mannschaft zeigte eine nüchterne Selbstkritik, während andere ihre Leistungen als zu positiv einschätzten. Dennoch hat der Club noch keine grosse Welle von Veränderungen ausgelöst, im Gegensatz zur Vorsaison, in der mehrere Abgänge vollzogen wurden.

Dieses Mal scheint die Strategie gemässigter zu sein, auch wenn Anpassungen weiterhin möglich sind. Insbesondere der Bereich der Ausländerpositionen wird genau beobachtet. Eine der wichtigsten Baustellen betrifft den Ersatz für Daniel Vozenilek, dessen Abgang einen wertvollen Platz freimacht. Das gesuchte Profil ist klar: ein schneller, kreativer Center Nummer eins, der auf höchstem Niveau sofort Wirkung zeigen kann. Eine komplexe Aufgabe, da dieser Spielertyp auf dem europäischen Markt selten und sehr begehrt ist.

Parallel dazu ist die Frage des technischen Staffs zentral. Der Auswahlprozess für den zukünftigen Trainer ist bereits weit fortgeschritten. Der Club hat zahlreiche Bewerbungen erhalten und geprüft, und es wurden mehrere Vorstellungsgespräche geführt. Derzeit verbleibt eine Shortlist von etwa fünf Namen, die alle vom ausländischen Markt stammen, da das Schweizer Angebot als zu begrenzt erachtet wird.

Unter den genannten Profilen befindet sich insbesondere Benoît Groulx, der im Laufe der Saison bereits kurzzeitig auf der Trainerbank des Clubs sass. Seine Erfahrung und seine Kompetenzen sind anerkannt, aber sein sehr direkter und anspruchsvoller Stil spaltet intern stark. Einige Spieler lobten seine Strenge und seinen sofortigen Einfluss, während andere grössere Schwierigkeiten mit seiner Methode hatten, die in bestimmten Situationen als zu hart empfunden wurde. Diese unterschiedliche Wahrnehmung macht seine definitive Ernennung unwahrscheinlich, auch wenn er theoretisch noch auf der Liste steht.

In diesem Kontext des Neuaufbaus steht ein weiteres Dossier besonders im Fokus: das von Raphael Diaz. Mit 40 Jahren befindet sich der erfahrene Verteidiger an einem Wendepunkt seiner Karriere. Nach reiflicher Überlegung deutet der aktuelle Trend klar auf eine Fortsetzung seiner Zeit beim EV Zug hin.

Seine Bedeutung geht weit über seine Statistiken hinaus. Als natürlicher Leader bleibt Diaz eine zentrale Figur in der Kabine. Sein Einfluss auf junge Spieler und seine Fähigkeit, die Verteidigung zu stabilisieren, werden von der Sportlichen Leitung als wesentlich erachtet. Auch wenn der finanzielle Aspekt und die gesamte Kaderplanung noch finalisiert werden müssen, deuten die aktuellen Zeichen auf Kontinuität hin.