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Eine neue Rolle als Spielertrainer für Dominic Forget


20/04/2026

Ein Jahr nach seinem Rücktritt meldet sich der absolute Rekordhalter der Swiss League zurück. Dominic Forget wechselt zu den Neuchâtel Young Sprinters als Spielertrainer, mit einem klaren Ziel: die Young Sprinters zurück in die Zweite Liga zu führen.


Es gibt Namen, die im Umkleideraum bereits eine Wirkung erzielen, bevor die Person überhaupt die Tür durchschreitet. Dominic Forget gehört dazu. 930 Spiele in der National League, 1148 Punkte in der Swiss League – ein absoluter Rekord, der wohl so schnell nicht gebrochen wird. Schweizer Meister mit Visp 2011, dreimal bester Torschütze der zweithöchsten Spielklasse: Der Kanada-Schweizer hat fast alles erlebt. Letztes Jahr, mit 43 Jahren, hatte er seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Endgültig, dachte man. Endgültig, nein.


Nun streift er ein neues Trikot über, das der Young Sprinters aus Neuchâtel, mit einem doppelten Mandat: spielen und trainieren. Zwei Rollen, eine einzige Ambition: den Club zurück in die Zweite Liga zu führen und ihn dort langfristig zu etablieren.


Ein Projekt, kein kurzes Intermezzo


Das Engagement von Dominic Forget ist Teil eines langfristig angelegten Wiederaufbauprojekts und kein PR-Gag.
«Das ist ein starkes Signal und zeugt von unserem Ehrgeiz. Wir wollen schnell in die Zweite Liga zurückkehren und vor allem dort bleiben. Dafür behalten wir unsere Schlüsselspieler, suchen zwei bis drei gezielte Transfers und setzen auf Dominic, um eine echte Kabinenkultur zu etablieren: mehr Anspruch, mehr Disziplin, eine Gruppe, die weiss, warum sie hier ist. Das ist das Projekt», betont Pascal Albisetti, Sportdirektor der Young Sprinters.


Der Wettkämpfer schläft nie


Dominic Forget hat sich nicht aus Gefälligkeit engagiert. Er kehrt zurück, weil er es brauchte. «Nach einem Jahr Abstand habe ich beschlossen, mich wieder in ein echtes Sportprojekt einzubringen. Ich brauchte eine Pause, das stimmt. Aber ich bleibe ein Wettkämpfer, und ich brauche dieses Adrenalin. Die Young Sprinters sind ein Projekt, das perfekt zu meinen neuen beruflichen Verpflichtungen passt. Und es ist auch die Gelegenheit, meine ersten Schritte als Trainer zu machen, während ich gleichzeitig weiter spiele», erklärt er.


Eine schwierige Saison geht zu Ende. Eine neue beginnt – mit einer der prägendsten Figuren des Schweizer Eishockeys der letzten zwanzig Jahre auf der Bank und auf dem Eis.


Ein Club, der verbindet


Über das sportliche Ziel hinaus will der HC Neuchâtel Young Sprinters auch seinen Teil zur Annäherung zwischen den Eishockeyclubs, die die Eisbahn beleben, beitragen. Der Club möchte ein konstruktiver Akteur sein, offen für Dialog und Kooperationen, im Sinne des Zusammenhalts im Dienste des Neuenburger Eishockeys.


«Wir wollen auf dem Eis natürlich ehrgeizig sein. Aber wir wollen auch der Club sein, der verbindet, Brücken schlägt und an einer positiven Dynamik zwischen den Nutzern der Eisbahn teilnimmt. Das Eishockey hat alles zu gewinnen, wenn die Clubs miteinander sprechen, sich gegenseitig respektieren und gemeinsam vorankommen», betont Ismaël Gensollen, Präsident des HC Neuchâtel Young Sprinters.
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