Die Anstellung von Mike Babcock in Edmonton könnte sich verzögern
10/06/2026
Die mögliche Rückkehr von Mike Babcock auf eine NHL-Trainerbank sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Während die Edmonton Oilers seine Kandidatur für den Cheftrainerposten ernsthaft in Betracht ziehen, fordert die Spielergewerkschaft der NHL (NHLPA), dass die Liga die Untersuchung der Vorwürfe fortsetzt, die 2023 zu seinem Abgang bei den Columbus Blue Jackets führten.
Nach mehreren Berichten vom Dienstag hat die NHLPA die NHL aufgefordert, jede mögliche Verpflichtung von Babcock bis zum Abschluss einer offiziellen Untersuchung zu verzögern. Bislang wurde kein Zeitplan für dieses Verfahren bekannt gegeben.
Die Vorwürfe reichen bis in den Sommer 2023 zurück, als Babcock gerade zum Cheftrainer von Columbus ernannt worden war. Mehrere Spieler hatten damals intrusive Verhaltensweisen angeprangert, insbesondere Forderungen, die Fotos auf ihren Mobiltelefonen einzusehen. Angesichts der wachsenden Kontroverse war der Trainer schliesslich noch vor Saisonbeginn zurückgetreten.
Dieser Fall hatte weitere Kritik aus seiner Zeit bei den Toronto Maple Leafs wieder aufleben lassen. Nach seiner Entlassung im Jahr 2019 hatten mehrere ehemalige Spieler manipulative Managementmethoden angeprangert. Das bekannteste Beispiel betraf Mitch Marner, den Babcock angeblich aufgefordert hatte, seine Teamkollegen nach ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu ordnen, bevor er einige Ergebnisse den betroffenen Spielern mitteilte.
Trotz dieser Kontroversen bleibt Babcock einer der erfolgreichsten Trainer seiner Generation. Er gewann 2008 den Stanley Cup mit den Detroit Red Wings und führte Kanada 2010 und 2014 zu zwei olympischen Goldmedaillen.
Es bleibt nun abzuwarten, ob die Oilers das Ergebnis der Untersuchung abwarten werden oder ob sie sich für eine andere Option für ihren Cheftrainerposten entscheiden.