Chris McSorley und Genève-Servette: Gerichtliche Pattsituation
05/04/2026
Der Rechtsstreit zwischen Chris McSorley und seinem ehemaligen Verein, dem Genève-Servette HC, zieht sich vor der Genfer Justiz weiter in die Länge.
Die Berufungskammer des Arbeitsgerichts hat gemäss Berichten von Le Matin Dimanche die erstinstanzlichen Entscheide aus dem Jahr 2025 bestätigt. Dabei wurden sowohl der Antrag des ehemaligen Trainers auf Vertragsverlängerung als auch die Gegenklage des Clubs abgewiesen. Keine der beiden Parteien konnte in diesen zentralen Punkten einen Erfolg verbuchen.
Im Kern des Rechtsstreits steht eine von McSorley geforderte Vertragsverlängerung für den Zeitraum von 2023 bis 2028 im Wert von rund 4,7 Millionen Franken. Der Club wiederum forderte knapp 2,8 Millionen Franken zurück, da er der Ansicht ist, im Rahmen früherer Vereinbarungen unrechtmässige oder umstrittene Beträge gezahlt zu haben.
Während diese Aspekte nun geklärt sind, bleibt das Hauptdossier offen: die Kündigung von McSorley im August 2020. Der ehemalige Coach ist der Ansicht, ohne triftigen Grund entlassen worden zu sein und fordert rund 3,1 Millionen Franken für die verbleibende Vertragslaufzeit, nach Abzügen im Zusammenhang mit seiner Zeit in Lugano.
Genève-Servette hingegen hält daran fest, dass es sich um eine Kündigung aus wichtigen Gründen handelte, und will jegliche Zahlungen vermeiden. Beide Parteien prüfen nun die Möglichkeit, den Fall vor Bundesgericht weiterzuziehen.
Falls keine Berufung eingelegt wird, kehrt das Dossier für die weitere Verfahrensabwicklung, insbesondere die Anhörung von Zeugen, an das erstinstanzliche Gericht zurück.