Akira Schmid zwischen Olympischen Spielen und Militärdienst

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  • Gepostet von dam, am :

    10/02/2026

Akira Schmid erlebt in Mailand eine etwas besondere olympische Erfahrung.

Neben seiner Rolle als Torhüter der Schweizer Nationalmannschaft erfüllt der NHL-Goalie parallel auch seine Verpflichtungen gegenüber der Schweizer Armee, wie die Website SinBin Vegas berichtet.

In der Schweiz sind alle männlichen Bürger verpflichtet, vor dem 35. Lebensjahr insgesamt ein Jahr Militärdienst zu leisten. Diese gesetzliche Regelung gilt auch für Profisportler, selbst wenn sie ihre Karriere im Ausland ausüben.

Weniger bekannt ist, dass eine Besonderheit des Schweizer Systems darin besteht, dass jeder Einsatz mit der Nationalmannschaft als Militärdienst angerechnet wird. Teilnahmen an IIHF-Weltmeisterschaften oder an Olympischen Spielen ermöglichen es Akira Schmid somit, seine militärischen Pflichten zu erfüllen, während er sein Land auf internationaler Bühne vertritt. Wenn er das Schweizer Trikot trägt, gilt er laut eigener Aussage als jemand, der sein Land «auf eine andere Art» verteidigt.

Im Jahr 2024 war seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Neben dem Gewinn der Silbermedaille mit der Schweiz wurde Akira Schmid vom Rang eines Soldaten zum Gefreiten befördert, was dem Dienstgrad eines Korporals entspricht. Es handelt sich um den höchsten Rang, der innerhalb dieses sportlichen Militärprogramms erreichbar ist, wobei die symbolische Anerkennung nicht zu unterschätzen ist.

Jeden Sommer kehrt Schmid deshalb für bestimmte Zeiträume zur Armee zurück, um seinen Dienst zu absolvieren, meist in Form von konditions- und trainingsorientierten Lehrgängen gemeinsam mit anderen Schweizer Spitzensportlern. In Mailand zählt jeder Tag auf dem Eis mit der Nationalmannschaft ebenfalls als Militärdienst, was seinen olympischen Weg zu einer besonderen Kombination aus sportlicher Leistung und staatsbürgerlichem Engagement macht.